Verleihung der Urkunden des Deutschen Sportabzeichens; Müller: „Helden des Sports“

„Hier sitzen die Helden des Sports“, sagte Dr. Rolf Müller mit Blick in die Runde. Gemeint sind die 18 erfolgreichen Absolventen des Deutschen Sportabzeichens, die im Versammlungsraum des Turnvereines Meerholz ihre Urkunden erhielten.

Wer, wenn nicht der Präsident des Hessischen Landessportbundes hätte diese Ehrung besser vornehmen können, auch wenn er selbst „schon lange nicht mehr versucht hat, mitzumachen“, gestand Müller. 18 Auszeichnungen wurden an diesem Abend verteilt, fünf davon in Silber und dreizehn in Gold. Gemessen wird dies an den erbrachten Leistungen, für Müller sind es aber eher die persönlichen Leistungen, die hier den Ausschlag für die Wertung geben sollten: „Leistungsfähigkeit ist ein individueller Faktor und von Person zu Person verschieden. Früher wurde das goldene Abzeichen verliehen, sobald eine Person oft genug teilgenommen hat.“ Wenn es hiernach gehen würde, wäre Erika Zimmermann mehr als Gold sicher: Sie holte sich an diesem Abend nämlich ihre 23. Urkunde.

„Bewegung ist wichtig, egal ob man läuft oder, am liebsten natürlich, schwimmt“, meinte Müller mit Anspielung auf seine persönliche Vorliebe. Dabei sollte der Spaß immer im Vordergrund stehen: „Ich freue mich auch immer, wenn junge Menschen die Zeit für Sport finden. Diese ist heutzutage leider sehr knapp bemessen. Sei es wegen Ablenkungen aller Art oder wegen dem Leistungsdruck der modernen Gesellschaft.“

Auch mit Blick auf die Zukunft sieht er zumindest im Jugendbereich keine rosige Zeiten: „Der größte Sponsor des Jugendsportabzeichens ist zurückgetreten und mit ihm ging leider viel an Engagement im schulischen Bereich verloren.“ Anders sehe es beim Meerholzer Turnverein aus, der Jahr für Jahr eine hohe Quote an Absolventen vorweisen kann: „Das Deutsche Sportabzeichen gibt auch immer die Gelegenheit, alleine oder in Gemeinschaft die eigene Leistungsfähigkeit zu testen und zu steigern. Ich sehe einen großen Zusammenhang zwischen körperlicher Bewegung und geistiger Beweglichkeit.“ Die Vorbereitung auf das Abzeichen sei besonders wichtig.

Beim TV Meerholz ist man dabei in besten Händen, nämlich unter der Leitung von Heinrich Barchet und Detlef Uhlig. Diese helfen auch im Rahmen der durchgeführten Reformen, die gerade zu Zeiten des 100-jährigen Jubiläums des Leistungsnachweises die Anforderungen nach oben geschraubt haben, erfolgreich das Sportabzeichen zu bestehen.

Im Vordergrund steht aber das gemeinschaftliche Erleben. Wie zum Beweis saßen die Geehrten im Anschluss noch bis zum späten Abend in gemütlicher Runde zusammen.

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