Januar Wanderung

Entgegen der sonstigen Gewohnheit fand die Auftaktwanderung des neuen Jahres nicht an einem Sonntag, sondern an einem Mittwoch statt. Der Grund lag darin, dass wir die Wanderung mit der Besichtigung der Höchster Porzellan-Manufaktur verbinden wollten.
Wir trafen uns wie gehabt in Meerholz, um zunächst in Fahrgemeinschaften zum Bahnhof Langenselbold zu fahren. Von dort aus nahmen wir den Zug bis Frankfurt-Süd, weiter ging es per U-Bahn bis zur Hauptwache und von dort mit der U6 in Richtung Praunheim bis zur Station Hausener Weg. Der Zug war pünktlich, so dass wir in einer knappen Stunde unser Ziel erreichen konnten. Vom Hausener Weg aus wanderten wir immer direkt entlang der Nidda in Richtung Nidda-Mündung in Frankfurt-Höchst.
Der Weg war bequem und stellte keine besonderen Anforderungen an die Wanderer. Das Wetter war kalt und trocken, nur in den ungeschützten Bereichen wehte uns ein eisiger Wind entgegen. Bis zu unserer  Einkehr waren wir nahezu 2 Stunden unterwegs. Die Wanderung war kurzweilig, sahen wir doch abwechselnd Reiher oder auch Graugänse, passierten Teichlandschaften und den schönen Brentanopark.  Etwa gegen 12 Uhr kehrten wir zur Mittagsrast in die Gaststätte „Alte Zollwache“ ein. Dieses Lokal liegt am malerischen Schlossplatz neben zwei anderen Lokalen und vermittelt mittelalterliches Flair. Die Küche war ausgezeichnet und kann weiterempfohlen werden. Für alle, die vielleicht einmal die durchaus sehenswerte Altstadt von Höchst aufsuchen wollen, sei gesagt, dass der Schlossplatz mit Blick auf das ehemalige Kurmainzer Schloss aus dem 16. Jahrhundert insbesondere im Sommer zu empfehlen ist, wenn er in ein Gartenlokal verwandelt wird.
Nach der Rast nahmen wir an  einer einstündigen Führung durch die Porzellan-Manufaktur teil. Wir erfuhren dabei, dass die Manufaktur Höchst nach Meißen die zweitälteste vergleichbare Produktionsstätte Deutschlands ist. Insgesamt nur 15 Mitarbeiter arbeiten ausschließlich für eine Auftragsproduktion. Die Kunden sind verteilt über den Globus, es sind vorwiegend Liebhaber und Sammler für die produziert wird. Wir hatten Gelegenheit, zwei Künstlern zuzusehen, wie sie ungebranntes Material mit großer Ruhe und Geduld bearbeiteten. Für Hast und Eile ist hier kein Platz. Anschließend konnten wir uns noch im Verkaufsladen umsehen und einen Eindruck von der Vielfalt der ausgestellten Porzellane und Figuren gewinnen. Unser mitgeführtes Kleingeld reichte nicht aus, um eines der wunderschönen Stücke zu erwerben. So fuhren wir also ohne Mitbringsel per S-Bahn und Bahn nach Langenselbold  zurück. Ein abwechslungsreicher Tag ging für die teilnehmenden 13 Wanderer bei zurückgelegten ca. 8 km zu Ende.

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